Mit spezialisierten IoT-Lösungen: Medizingeräte vor unbefugtem Zugriff schützen
Medizingeräte abzusichern, sie auch vor unbefugten Zugriffen zu schützen, ist aufgrund spezifischer Regularien im Gesundheitsbereich eine besondere Herausforderung. Mit maßgeschneiderten Lösungen von außen ist ein rechtssicherer Schutz möglich.
Medizingeräte unterliegen strengen Vorschriften und verlieren ihre Zulassung, wenn die Software verändert wird. Deshalb sind klassische Sicherheitslösungen wie Public-Key-Infrastruktur (PKI) und Identity-Access-Management (IAM) sowie der Einsatz von Smartcards für diese Geräte nicht geeignet. Doch gerade auch die Absicherung dieser sensiblen Geräte ist unverzichtbar, um Datenschutz, Betriebssicherheit und nicht zuletzt Patientensicherheit zu gewährleisten.
Externe Absicherung durch IoT-Lösungen
Spezialisierte Internet of Things (IoT) und Internet of Medical Things (IoMT) -Lösungen ermöglichen einen zuverlässigen Schutz sensibler Geräte von außen. Diese Systeme entfalten ihre Wirkung, ohne die Software der Geräte zu verändern:
- Firewall-Lösungen: Durch den Einsatz von Firewalls der neuesten Generation wird ein Schutzwall zwischen dem internen Netzwerk und dem Internet aufgebaut. Diese Firewalls können bedrohte oder befallene Geräte isolieren und den Zugriff innerhalb des Netzwerks überwachen.
- Anomalie-Erkennung: Bestimmte Systeme bieten umfassende Risikobewertungen und erkennen Anomalien im Betrieb der Medizingeräte. Sie identifizieren Schwachstellen und notwendige Sicherheitsmaßnahmen, ohne direkt in die Geräte einzugreifen.
- Sicherheitsmaßnahmen ohne Softwareänderung: Spezielle Lösungen verhindern, dass Medizingeräte nach außen kommunizieren, ohne die Software zu ändern. So bleibt die Zulassung der Geräte unangetastet.
Solche spezialisierte IoT- und IoMT-Sicherheitslösungen bieten zahlreiche Vorteile. Sie ermöglichen Sicherheit, ohne die Zertifizierung der Medizingeräte zu beeinträchtigen. Die Absicherung erfolgt extern, wobei Anomalien erkannt und Schwachstellen bewertet werden, ohne direkt in die Geräte einzugreifen. Zudem ermöglichen diese Lösungen eine effiziente Implementierung: Innerhalb weniger Wochen kann ein schneller Überblick über alle vorhandenen Geräte und die notwendigen Maßnahmen gewonnen werden. Und nicht zuletzt tragen sie zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit eines Krankenhauses bei: Sie sind Grundlage für eine umfassende Datenerfassung und können damit Auslastungsanalysen und Prozessoptimierungen unterstützen.
Von der Absicherung zur effizienten Verwaltung
IoT- IoMT sind die Antwort auf weitere zentrale Fragen: Wie lässt sich der Bestand an Medizingeräten effizient verwalten und nachverfolgen? Ein IoT-gestütztes Asset-Management kann hier den nächsten entscheidenden Schritt darstellen. Durch eine Echtzeit-Erfassung von Standorten und die Optimierung der Gerätenutzung werden Sicherheit und Effizienz der Medizintechnik gewährleistet. Eine zentrale Datenbank schafft Transparenz und erleichtert das Gerätemanagement im Klinikalltag.
Gerhard Hacker, Senior Manager Healthcare, CANCOM